Events 4. Juli 2026 4 Min. Lesezeit

Digitale Messe Nürnberg 2026: drei Eindrücke vom ersten Tag

Am 22. Juni öffnete die Digitale Messe Nürnberg 2026 ihre Türen, und wir waren vom ersten Tag an dabei. Für uns ein Heimspiel: dieselbe Stadt, in der wir entwickeln, dieselben Unternehmen, mit denen wir täglich arbeiten. Drei Eindrücke sind hängen geblieben.

Das SolveTrail Gründerteam
Softwareentwicklung & IT-Beratung, Nürnberg
SolveTrail auf der Digitalen Messe Nürnberg 2026

KI ist vom Versprechen zum Werkzeug geworden

Vor zwei Jahren war künstliche Intelligenz auf Messen vor allem ein Wort auf Bannern. Diesmal stand sie in den Demos: Assistenten, die Angebote vorbereiten, Dokumente auswerten und Anfragen vorsortieren. Die Frage am Stand war selten „Was ist KI?", sondern fast immer „Was kostet das bei uns?".

Das deckt sich mit dem, was wir in Projekten erleben. Der Schritt von der Demo in den Alltag gelingt dort, wo ein Team an echten Aufgaben geschult wird und klare Regeln bekommt, welche Daten in ein Modell dürfen. Genau deshalb schulen wir an Claude mit den Dokumenten unserer Kunden, nicht mit Beispielfolien.

Der Mittelstand fragt nicht mehr ob, sondern womit anfangen

In den Gesprächen vor Ort ging es kaum noch um Grundsatzfragen. Dass manuelle Abläufe jede Woche Stunden kosten, ist angekommen. Offen ist die Reihenfolge: Welcher Prozess zuerst? Was rechnet sich in drei Monaten, was erst in einem Jahr?

Unsere Antwort darauf ist unspektakulär und hat sich bewährt: mit dem Prozess beginnen, der die meisten manuellen Stunden pro Woche frisst. Meist ist das die Angebotserstellung, die Rechnungsverarbeitung oder das Übertragen von Daten zwischen zwei Systemen, die nicht miteinander sprechen.

Sichtbarkeit verschiebt sich in die KI-Suche

Ein Thema zog sich durch den Tag: Kunden suchen zunehmend in ChatGPT, Perplexity und Googles KI-Übersichten statt in klassischen Trefferlisten. Wer dort nicht vorkommt, existiert für einen wachsenden Teil der Suchenden schlicht nicht.

Für uns keine Überraschung, sondern der Grund, warum wir SEO und GEO zusammen denken. Die Messe hat bestätigt: Das Thema ist im Mittelstand angekommen, die Umsetzung meist noch nicht.

Unser Fazit

Ein Messetag ersetzt kein Projekt, aber er kalibriert den Blick. Nürnberg digitalisiert sich schneller, als viele denken, und die Werkzeuge sind reifer als noch vor einem Jahr. Was fehlt, ist selten die Technik. Es ist der erste konkrete Schritt.

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